Offener Haushalt News

 

100. Gemeinde freigeschaltet

Offenerhaushalt.at ist seit wenigen Wochen online und soeben hat die 100. Gemeinde ihre Daten freigeschaltet: die Gemeinde Gießhübl in Niederösterreich - und täglich kommen neue hinzu.

Da unsere Österreich-Karte auf der Startseite etwas irreführend ist, haben wir anlässlich der 100. Freischaltung eine Infografik erstellt, in der die Anzahl der freigeschaltenen Gemeinden pro Bundesland im Verhältnis zur jeweiligen Anzahl der Gemeinden im jeweiligen Bundesland angezeigt wird. Unser Ziel ist es, dass 50% der Gemeinden die Daten nicht nur selbst nutzen, sondern auch öffentlich freischalten. Spitzenreiter sind derzeit die Gemeinden in Salzburg, gefolgt von Oberösterreich und Niederösterreich. In diesen Bundesländern haben bald 10% aller Gemeinden die Daten veröffentlicht.

Ein paar weitere Zahlen und Fakten:

  • In den internen Bereich der Website sind knapp über 500 Gemeinden eingestiegen, um die Visualisierungen selbst zu nutzen.
  • 100 Gemeinden haben nun die Daten freigeschalten, also ein Fünftel aller Gemeinden, die das Service bereits genutzt haben.
  • In der Karte auf der Startseite ist gut zu erkennen, dass Freischaltungen häufig bei benachbarten Gemeinden erfolgen.
  • Die Website selbst verzeichnet bisher über 12.000 Besuche (zwischen 3.200 und 4.800 pro Woche), starke Anstiege sind zu verzeichnen, wenn die jeweils freischaltenden Gemeinden eigene Pressarbeit betreiben.
  • Über 28 Prozent der Besuche erfolgen über mobile Devices/Tablets.
  • Die durchschnittliche Besuchsdauer ist mit fast drei Minuten erstaunlich hoch: die Visualisierungen regen daher zur Auseinandersetzung mit den Gemeindefinanzen an.
  • Das Medienecho ist groß, wir haben eine Liste von Presseberichten auf der Seite "Presseberichte" zusammengestellt.
  • Auf Twitter verwenden wir den Hashtag #offenerhaushalt, um Nachrichten zu kennzeichnen.
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Danke an unsere bisherigen UnterstützerInnen und das Team...

 

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Österreichische Gemeindefinanzen: Keine nachhaltige Verbesserung

GemeindefinanzprognoseDie österreichischen Städte und Gemeinden haben große Anstrengungen unternommen, um ihre Finanzsituation in guter Lage zu halten. Der Überschuss der laufenden Gebarung hat mit rund 1,6 Milliarden Euro im Jahr 2012 erstmals wieder einen Wert auf dem Niveau von 2007 erreicht. Berücksichtigt man die Inflation, ist jedoch ein realer Rückgang von rund zwölf Prozent zu verzeichnen. Ein leicht rückläufiger Trend ist auf Basis der aktuellen Prognosen zu den Ertragsanteilen bis 2017 zu erwarten. Dann wird sich der Saldo 1 real um ein Viertel unter dem Vor-Krisenniveau befinden. Aufgabenreformen im Bundesstaat sowie ein transparentes Transfersystem sind nicht in Sicht.

Die Analyse der Gemeindefinanzen 2012 zeigt grundsätzlich keine substanzielle Verbesserung der finanziellen Situation der Gemeinden. Die Verbesserung im Bereich der laufenden Gebarung ist auf einen Einmaleffekt zurückzuführen, die Entlastungen im Umlagenbereich gehen mit Abzügen im Bereich der Ertragsanteile einher, die Finanzschulden verringern sich nur aufgrund von Ausgliederungen und einem damit verbundenen Anstieg der Haftungen. Schließlich ist auch beim Investitionsniveau ein langfristig negativer Trend erkennbar.

Details siehe KDZ-Newsmeldung >>

Offenerhaushalt.at am Gov2.0camp

Foto: Clara LandlerMag. Thomas Prorok (KDZ) und Rudolf Titl (Interactives) Offenerhaushalt.at vorgestellt und mit den TeilnehmerInnen diskutiert.

Zeitgleich zum Barcamp hat die Stadt Linz ihre Finanzdaten veröffentlicht und eine Presseaussendung dazu erstellt.

Transparente Gemeindefinanzen online

Die österreichischen Gemeinden erhalten mit der Plattform www.offenerhaushalt.at einen guten Überblick über ihre Gemeindefinanzen und können diese auch im Internet verfügbar machen – ganz im Sinne einer transparenten Haushaltsführung. Rund 50 Gemeinden haben bereits ihre Daten freigegeben und etwa 500 Gemeinden nutzen dieses Instrument für interne Zwecke. Da die BürgermeisterInnen selbst die Möglichkeit haben, eine Freischaltung durchzuführen, kommen laufend neue Gemeinden dazu.

Offener Haushalt statt Buch mit sieben Siegeln

Ein Rechnungsabschluss einer Gemeinde erscheint der breiten Öffentlichkeit, die keine besondere finanzwissenschaftliche Kenntnis besitzt, zumeist unverständlich. Das Interesse wächst, zu erfahren wie die Gemeinde Steuergelder einsetzt. Durch die Plattform www.offenerhaushalt.at werden komplexe Daten der Städte und Gemeinden offen und in wiederverwendbaren Datenformaten zugänglich gemacht. So können Informationen ausgewertet, visualisiert und zu anderen in Verhältnis gesetzt werden. Die Plattform will nicht interpretieren, sondern stellt komplexe Zahlenreihen in einer anschaulichen Form dar. „Als Forschungsinstitut sind wir sehr froh, Instrumente zu entwickeln, die unmittelbar nutzbringend in der Praxis angewandt werden. Dieses Visualisierungs-Tool ist für die Nutzerinnen und Nutzer einfach zu handhaben und trägt zur Transparenz bei.", so Peter Biwald, Geschäftsführer des KDZ.

Die Bank Austria unterstützt seit mehr als
zwei Jahrzehnten die Öffentliche Hand

Mit einem Transaktionsvolumen von zwölf Milliarden Euro, Finanzierungen in Höhe von acht Milliarden Euro sowie rund 3.000 Kundinnen und Kunden ist die Bank Austria heute der unangefochtene Marktführer in diesem Segment. „Als strategischer Finanzpartner der Kommunen stellen wir der Öffentlichen Hand gemeinsam mit dem KDZ, dem Österreichischen Städte- und Gemeindebund seit Jahren kostenlose Analysetools zur Verfügung. Mit der neuen Webplattform ´Offener Haushalt´ bieten wir den Kommunen ein kostenloses, hocheffizientes Steuerungscockpit, mit dem sie ihre Finanzdaten transparent auf Knopfdruck veröffentlichen und so einen Blindflug bei der öffentlichen Darstellung der Gemeinde- und Städtefinanzen vermeiden können“, fasst Helmut Bernkopf, Bank Austria Vorstand für Privat- und Firmenkunden zusammen.

Folgende Services stehen auf
www.offenerhaushalt.at zur Verfügung

  • Interaktive Darstellung der Gemeindefinanzen
  • Visualisierung der Rechnungsabschlüsse 2001-2012 inklusive Daten als Tabelle
  • Visualisierung der korrespondierenden Querschnittsrechnung (laufende Gebarung, Investitionen, Rücklagen und Verschuldung)
  • Visualisierung bis auf die Ebene einzelnen Leistungsbereiche
  • Detailansicht mit der Entwicklung über fünf Jahre, auf allen Ebenen
  • Gesamt- und Pro-Kopf-Darstellung
  • Darstellung „Wohin fließt der Steuereuro?“, basierend auf 1.000 EUR bezahlter Steuern.
  • Alle Visualisierungen sind interaktiv (anklick- und navigierbar)

Mit der Plattform www.offenerhaushalt.at steht sowohl den BürgermeisterInnen, Gemeindebediensteten und politischen MandatarInnen, als auch der allgemeinen Öffentlichkeit ein Werkzeug zur Verfügung, das eine übersichtliche und interaktive Darstellung der Gemeindefinanzen ermöglicht.

Anmeldung
offenerhaushalt(at)kdz.or.at

Kommunalforum am 30. Oktober in Linz

Grafik Kommunalforum LinzDer Transparente Haushalt stand im Mittelpunkt der Veranstaltung Kommunalform 2013, die vom Public Sector der Bank Austria, dem Österreichischen Städtebund, dem Österreichischen Gemeindebund und dem KDZ organisiert wurde. Das KDZ stellte am 7. Oktober in Klagenfurt den mehr als 60 Interessierten die neu entwickelte Webplattform für den offenen Haushalt vor, ein weiteres Angebot aus der Serie der KDZ Praxisplaner.

Am 30. Oktober 2013, findet in Linz ein weiteres Kommunalforum statt: 9:30 bis 13:30 Uhr, Altes Rathaus Linz, Hauptplatz 1, 4020 Linz. Details und Anmeldung >>

Workshop: Gemeindebudgets lesen, verstehen, analysieren am 18. Oktober in Linz

Gemeindehaushalte scheinen hochkomplex und schwer verständlich. Doch oft sind sie Grundlage für politisches Handeln im regionalen Kontext. Dieser Workshop richtet sich an Interessierten ohne Vorkenntnisse und soll einen Einblick in das Rechnungswesen der Gemeinden (Zweck, Ziele, Aufbau, Struktur) ermöglichen. Wie liest und interpretiert man einen Gemeinderechnungsabschluss? Wie analysiert man ihn auf Basis von Kennzahlen? Zudem sollen Möglichkeiten und Grenzen der Visualisierung von Haushaltsdaten präsentiert werden.

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