FinanzierungshaushaltVermögenshaushaltErgebnishaushalt

Der Vermögenshaushalt ist nur im Rechnungsabschluss auszuweisen. Mit dem Vermögenshaushalt ist künftig ähnlich einer Bilanz das gesamte Gemeinde-Vermögen (Anlage- und Umlaufvermögen) den Fremdmitteln (Schulden, Rückstellungen, Verbindlichkeiten) gegenüberzustellen. Die Differenz ist das Nettovermögen (Eigenkapital).

Jeder Vermögenszugang im Bereich des Finanz- und Sachanlagevermögens, der Beteiligungen sowie der Forderungen und Vorräte erhöht das Vermögen und damit die Aktivseite. Jeder Abgang – durch Nutzung, Ausscheidung oder Begleichung der Forderung – reduziert es. Jede zusätzliche Verpflichtung – z.B. durch offene Verbindlichkeiten, Darlehensaufnahmen, oder höhere Rückstellungen – erhöht wie Passivseite (wie auch umgekehrt). Das Nettovermögen ändert sich primär auf Basis des Saldos des Ergebnishaushalts (= Nettoergebnis).

Der Vermögenshaushalt ist für den ersten Voranschlag soweit relevant, als die Abschreibungen und Veränderungen von Rückstelllungen im Ergebnishaushalt zu veranschlagen sind. Die Eröffnungsbilanz wird in den meisten Gemeinden erst im Laufe des Jahres 2020, spätestens im 1. Quartal 2021 vorzulegen sein. Im Mittelpunkt der Jahre 2018/2019 steht die Voraussetzungen für den ersten Voranschlag zu schaffen, insbesondere sind das Anlagevermögen und die Verpflichtungen aus Rückstellungen zu erfassen und zu bewerten. Die Eröffnungsbilanz folgt ein Jahr später.

Daten zum Vermögenshaushalt stehen erst mit dem Rechnungsabschluss 2020, d.h. frühestens im Frühjahr 2021 zur Verfügung.